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Berliner Unterwelten Verein Touren 1-4 |
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Im Dezember 1997 wurde die "Berliner Unterwelten" ins Vereinsregister eingetragen und hat knapp ein Jahr später die Gemeinnützigkeit erlangt. Die Vereinsziele sind die Erforschung und Dokumentation der unterirdischen Anlagen Berlins. Um auch einer breiteren Öffentlichkeit den Einblick in den Untergrund der Stadt Berlin zu ermöglichen, wurde im März 1998 den "Bunker B" im U-Bhf. Gesundbrunnen von der BVG angemietet.
Bei bisher mehr als 10.000 ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden wird
die Anlage vom Berliner Unterwelten Verein seitdem kontinuierlich wieder hergerichtet und
rekonstruiert. Aufgrund des authentischen und in Berlin einmaligen
Erhaltungszustandes ist es dem Verein bereits im Herbst 1999 gelungen, für
diese historische Schutzanlage Denkmalschutz zu erwirken. Entsprechend der Zielsetzungen arbeitet der Berliner Unterwelten Verein daran, in diesen Räumlichkeiten, die
sich über vier unterirdische Etagen erstrecken, ein Berliner "Unterwelten-Museum"
aufzubauen, das über die Geschichte und Entwicklung Berlins aus einer
ungewöhnlichen Perspektive umfassend informiert.
Als Schwerpunkte
werden hier auch Bereiche wie Ziviler Luftschutz des Zweiten
Weltkriegs", der Bombenkrieg und seine Auswirkungen, neuzeitliche
Bodenfunde sowie Munitionsbergung dargestellt. Im Herbst 2000 hat der Berliner Unterwelten Verein, der mittlerweile 170 Mitglieder (Stand
12/2004) zählt, zudem die Betreuung der modernen ABCSchutzanlage" unter
dem Blochplatz übernommen. Hier stehen die Themen des Kalten Krieges im
Vordergrund: Fluchten durch die Kanalisation, Senatsreserven und
Geisterbahnhöfe. Die vom Verein organisierten Veranstaltungen, darunter Ausstellungen
und Theater, Führungen und Fachdiskussionen, aber auch das Freilegen
verschütteter Bauwerke, fanden wiederholt ein großes und positives Echo
beim Publikum und in den Medien. Der Verein finanziert all dies
ausschließlich selbst.
Tour1 - U-Bahn, Bunker, und Kalter Krieg
Stadtgeschichte aus einer ungewöhnlichen Perspektive
Die Führung "U-Bahn, Bunker und Kalter Krieg"(Tour 1) veranschaulicht, dass auch der Kalte Krieg und dieTeilung der Stadt ihre Spuren Im Untergrund hinterlassen haben. Anhand einer Ausstellung in der Zivilschutzanlage unter dem Blochplatz erklären wir zunächst die „unterirdischen Grenze" während der Teilung Berlins sowie die Zeit der "Geisterbahnhöfe" als West-U-Bahnen den Ostteil der Stadt ohne Stopp unterquerten. Auch das Thema "Senatsreserven" oder die zahllreichen unterirdischen Spionage- und fluchtversuche werden behandelt.
Nach einem U-Bahn-Transfer zum U-Bhf. Pankstra8e wird dort die funktionsweise einer "modernen" Schutzanlage des Kalten Krieges erläutert. Diese 1977 bei der Verlängerung der U-Bahnlinie 8 errichtete Anlage hätte im "Ernstfall" 3.346 Menschen für mehrere Wochen Schutz bieten soIlen. Sie ist damit die viertgrößte "Zivilschutzanlage Berlins, die noch voll ausgestattet und funktionsfähig ist. |